Entwicklungsdiagnostik am Evangelischen Krankenhaus Lippstadt

 

 

 

Wenn bei einem Kind im Alltag zuhause und/oder im Kindergarten oder Schule Entwicklungsauffälligkeiten zu beobachten sind, sollten Eltern und Erzieher/Lehrer nicht untätig bleiben. Durch die Kontaktaufnahme und Untersuchung beim Kinderarzt können geeignete Therapien und Förderung veranlasst werden. Damit der Kinderarzt sicher gehen kann, dass die Therapie bzw. Förderung notwendig ist und die adäquate Maßnahme installiert wird, besteht das Angebot an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Evangelischen Krankenhauses den Entwicklungsstand des Kindes mit einem geeigneten standardisierten Testverfahren abzuklären. Der Kinderarzt meldet das Kind zur Entwicklungsdiagnostik an und händigt den Eltern eine Einweisung (vorstationärer Aufenthalt) aus. Nach Eingang der Anmeldung, mit der auch die Kontaktdaten der Familie übermittelt werden, vereinbart die testdurchführende Dipl. Heilpädagogin einen Termin mit den Eltern, an dem die Entwicklungstestung durchgeführt wird.

 

 

Folgende standardisierte Entwicklungstests stehen zur Verfügung:

 

  1. ET 6-6 R (Entwicklungstest für Kinder im Alter von6 Monaten bis 6 Jahre – Revisionsauflage)

  2. BUEGA (Basisdiagnostik umschriebener Entwicklungsstörungen im Grundschulalter)

  3. BUEVA (Basisdiagnostik umschriebener Entwicklungsstörungen im Vorschulalter)

  4. M- ABC 2 (Movement- Assessmentbattery for Children – 2. Auflage)

 

Die Testdurchführung findet in Räumlichkeiten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Evangelischen Krankenhauses Lippstadt statt. Am Tag der Testdurchführung wird die Einweisung und die Krankenkassenkarte des Kindes benötigt, damit der Familie keine Kosten entstehen. Bei privat versicherten Patienten kann das Vorgehen bzgl. der Abrechnung ggf. anders ablaufen. Das Kind wird nicht auf einer Station aufgenommen, sondern verlässt im Anschluss an die Testdurchführung die Klinik.

 

Die Ergebnisse der Testung, sowie Interpretationen und die daraus resultierende Empfehlungen werden in einem Bericht an den zuweisenden Kinderarzt übermittelt. Dieser leitet ggf. die angemessenen Therapie oder Förderung in die Wege.

 

Sollte aus dem Testergebnis ein Frühförderbedarf resultieren, wird den im Kreis Soest wohnenden Familien das Angebot gemacht, die Anmeldeformulare Vorort auszufüllen. Diese werden zusammen mit den Testunterlagen von der Heilpädagogin an die Koordinierungsstelle beim Kreis Soest gesendet. Damit kann dem Kind eine erneute Entwicklungsdiagnostik erspart werden.