Was ist Nachsorge?

Wenn sich das Leben durch eine Krankheit, einen Unfall, eine Behinderung oder eine frühe Geburt plötzlich ändert, können wir betroffenen Familien den Übergang von der intensiven Klinikbehandlung in den Alltag erleichtern.

 

Als Überleitung aus der Klinik in den Alltag gibt es die im Gesetz festgeschriebene Leistung der Sozialmedizinischen Nachsorge (§ 43 Abs.2 SGB V). Im Rahmen der Betreuung können die Familien mit Kindern von 0 bis 14 Jahren, in schwerwiegenden Fällen bis 18 Jahre nach Klinikaufenthalt unterstützt, beraten und begleitet werden.

 

Wir möchten allen Familien ein selbstbestimmtes Leben in dieser besonderen Lebenslage ermöglichen. Durch die Unterstützung eines multiprofessionellen Teams können die Familien Handlungs- und Bewältigungsstrategien entwickeln.

 

Schon in der Klinik nehmen die Nachsorge-Mitarbeiter Kontakt mit den betroffenen Familien auf. Sie bereiten die ambulante Weiterbetreuung vor, leiten an und beraten die Familien im häuslichen Umfeld und vernetzen/begleiten zu den erforderlichen Hilfsangeboten, Ärzten und Therapeuten.

Die Begleitung geschieht bedarfsorientiert durch Case ManagerInnen, Ärzte, Psychologen, Kinderkrankenschwestern, Heil- und Sozialpädagogen.

 

Die Kosten der Nachsorge werden zu einem Teil über die Krankenkassen refinanziert. Die verbleibende Kostendeckung muss seit Jahren immer wieder neu über Spenden gewonnen werden. Für die Familien ist die Nachsorge so kostenfrei.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Anke Brandwein

Fachkinderkrankenschwester

Case Managerin

Leitung Sozialmedizinische Nachsorge

Email: brandwein@sonnenblume-owl.de

Telefon: 0160/ 81 56 651

Telefon: 0 52 41/ 90 35 70

Fax: 0 52 41/ 90 35 77

 

Bunter Kreis OWL- Sonnenblume e.V.

Böhmerstr.13

33330 Gütersloh

Unser Flyer zur Nachsorge

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Das tun wir für sie

  • Kontaktaufnahme mit dem kranken Kind und seiner Familie während des stationären Aufenthaltes
  • Vorbereitende und unterstützende Maßnahmen für die Entlassung
  • Vernetzung mit notwendige Hilfen wie Pflegedienste, Sozialpädiatrische Zentren, spezielle Therapeuten, Selbsthilfegruppen, Ämter
  • Koordination von notwendigen Terminen und bei Bedarf Begleitung
  • Vernetzung und Anbahnung zu sozialrechtlichen Fragen/Antragsstellungen
  • Unterstützung und Begleitung bei psychosozialen Belastungssituationen
  • Anleitung und Beratung im häuslichen Umfeld zu pflegerischen Themen
  • Hilfe zur Selbsthilfe

Für wen?

Wem steht die sozialmedizinische Nachsorge zu?

  • Früh- und Riskiogeborenen Kindern mit unklarer Entwicklungsprognose
  • Kindern mit chronischen Erkrankungen und/oder Beeinträchtigungen wie z.B. Diabetes
  • Kinder mit neuropädiatrischen Erkrankungsbildern wie z.B. Spina bifida, Hydrocephalus
  • Kindern und Jugendlichen mit den oben genannten Krankheitsbildern bis zum 14. Lebensjahr, in Einzelfällen auch bis zum 18. Lebensjahr

Nachsorge ist eine Krankenkassenleistung nach § 43 Abs.2 SGB V und kann durch Kinderkliniken und niedergelassene Kinderärzte beantragt werden.